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Warhammer: Mark of Chaos (PC)

Release:
24.11.2006
Genre:
Strategie
Publisher:
Deep Silver (DE)

Warhammer: Mark of Chaos

22.11.2006 15:00 Uhr
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Böse Zungen munkeln, Echtzeit-Strategie ohne Basisbau sei wie eine Hochzeitsnacht ohne Frau. Nicht mit den Helden in Mark of Chaos!

Unser Held Stefan von Kessel und ein Champion der Chaos-Legion treten in einem Duell gegeneinander an. Unser Held Stefan von Kessel und ein Champion der Chaos-Legion treten in einem Duell gegeneinander an. Die Rattenmenschen stechen uns nieder! Nein, die Rede ist nicht von Redaktionskollegen beim Kampf um sauberes Geschirr zur Mittagszeit. Vielmehr machen uns gerade die Drecksviecher auf den Schlachtfeldern von Mark of Chaos alle. Als unser Imperial-Trupp friedlich durch die Schneelandschaft stampfte, griffen uns die Chaos-Krieger an. Jetzt desertiert die rechte Flanke unserer Armee in Panik, ein weiterer Soldatenverband sinkt auf dem blutgetränkten Hügel zu Boden. Wo sind denn unsere Helden? Aha! Der Krieger Stefan von Kessel und der namenlose Feuerzauberer kämpfen gerade auf der anderen Seite. Und bekommen gar nicht mit, wie sich ihnen ein riesiger axtschwingender Dämon nähert ...

Ab ins Gefecht!

Warhammer: Mark of Chaos Wenn Sie aus Ostdeutschland kommen oder auf sonstige Weise zu den Menschen gehören, die mit Aufbau nichts anfangen können, haben Sie in Mark of Chaos Ihre helle Freude. Das Spiel verzichtet nämlich auf Kasernen, Fabriken, Verteidigungsanlagen und Co. und setzt allein aufs Geld. Das funktioniert folgendermaßen: Ihre Armee (unter der Fuchtel des Imperiums, der Hochelfen, des Chaos oder der Skaven) marschiert auf einer strategischen Karte durch vier Kapitel der Warhammer-typischen Gut-und-Böse-Geschichte. An speziellen Stellen, die als Kampfort gekennzeichnet sind, wechselt das Spiel in die Schlachtfeld-Ansicht. Hier hauen Sie dem gegnerischen Heer eins auf die Mütze, plündern anschließend die erlegten Feinde und rekrutieren mit der erbeuteten Kohle Verstärkung. Prinzipiell servieren Rome und Medieval 2 dasselbe, nur eben mit einer strategischen Kruste versehen. Ob Mark of Chaos deshalb überhaupt noch Taktik-Ansprüche erhebt, beantworten wir mit einem glasklaren "Jein".

Hau-Drauf-Taktik

Warhammer: Mark of Chaos Einerseits frönen Sie dem strategischen Anspruch zwischen den Schlachten. Hier heilen Sie Ihre Truppen, kaufen neue Soldaten und Helden oder handeln mit Gegenständen und motzen Ihr Heer mit himmlischem Segen und irdischen Panzerungen auf. Vor jedem Gefecht stellen Sie eine Armee vorgegebenen Umfangs auf: mal nur drei einsame Helden, mal einige Hundert Einheiten gleichzeitig.

Die Wahl der Soldaten will wohlüberlegt sein. Wenn Sie gegen Ungeheuer vom Schlage eines Helmut Kohl antreten (also zwei Stockwerke hoch und ebenso breit), sind Schützen hilfreich. Und wer bei Burgbelagerungen Leitern und Rammböcke vergisst, steht später hilflos vor der Mauer wie Kollege Brehme in der Zeit vor der Wiedervereinigung. Andererseits war's das schon mit der Taktik. Denn trotz etwa mehrerer möglicher Truppenformationen erlegen Sie die gegnerischen Viecher stets nach demselben Muster:

Alle Einheiten in die Schlacht werfen, Reihenfolge egal. Während in vergleichbaren Spielen die Truppenstärken und -schwächen einem Schere-Stein-Papier-Prinzip folgen, fällt die Balance in Mark of Chaos dürftig aus. In der Praxis schmeißt der Gegner seine Heere auf Ihre vordere Einheit, Sie attackieren ebenfalls mit allen Mitteln und setzen ununterbrochen Spezialfähigkeiten Ihrer Helden ein (siehe Extrakasten unten). Das ist schon etwas öde &

Einfach süchtig!

Warhammer: Mark of Chaos Den Spielspaß rettet die Kurzweile. Selten dauern die Einsätze länger als zwanzig Minuten. Nach Erfüllung bestimmter Missionsziele (etwa Eroberung spezieller Punkte oder Vernichtung feindlicher Einheiten) entscheiden Sie die Runde zu Ihren Gunsten und wechseln zurück zur Strategie-Karte. Sowohl die Schlachten als auch die Aufgaben übersteigen nicht den Anspruch einer Jamba-Klingeltonwerbung.

Da sie den Spieler jedoch mit Belohnungen reizen - neue Gegenstände für die Helden oder frische Ausrüstungsteile für die Armee etwa -, stellt sich schon nach kurzer Spielzeit ein ähnliches Suchtgefühl wie bei World of Warcraft ein: Nur noch diese eine Mission, nur noch ein Gefecht! Im Zusammenspiel mit der opulenten Optik fallen da die taktischen Defizite nicht mehr so ins Gewicht.

   
Bildergalerie: Warhammer: Mark of Chaos
Bild 1-3
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PC ACTION-
Spielspaß-Wertung:
-1
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
86/10
83/10
84/10
Miese künstliche Intelligenz
Wenig Taktik in den Kämpfen
Klischeehafte Geschichte
   
Alexander Frank
Mark of Chaos macht es genau richtig: Ich kloppe mir schnell einige Einheiten zusammen und stürze mich für eine Viertel- bis Halbestunde in die Schlacht, statt die Zeit für Basisbau oder so zu vergeuden. Andersrum wäre es ja auch langweilig. Stellen Sie sich vor, Sie müssten vor jedem Geschlechtsakt Ihre Partnerin mit einem Vorspiel wochenlang heiß machen! Unvorstellbar, oder? Deshalb ist Mark of Chaos mein Quickie der Strategie-Spiele. Nennen Sie mich ruhig ein Schwein, aber ich mags eben unkompliziert.