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The Great Escape (PC)

Release:
30.09.2003
Genre:
Action
Publisher:
Take-Two Interactive
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Bin ich schon draußen?

28.08.2003 11:24 Uhr
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'Missverständnis bei der Probe zur Wilhelm-Tell-Aufführung: Statt den Apfel von der Birne zu schießen, traf der Schauspieler voll in die Birne.' "Missverständnis bei der Probe zur Wilhelm-Tell-Aufführung: Statt den Apfel von der Birne zu schießen, traf der Schauspieler voll in die Birne." [Quelle: ] The Great Escape: Gesprengte Ketten gehört noch heute zu den besten so genannten "Prison Escape Movies". Regisseur John Sturges Streifen basierte auf einer wahren Begebenheit, die sich im Zweiten Weltkrieg zugetragen hat. In einem deutschen Kriegsgefangenenlager arbeiten alliierte Gefangene den wohl spektakulärsten Fluchtplan aller Zeiten aus. Hunderte sollen durch einen Tunnel in die Freiheit fliehen und dann über die Grenze flüchten. Am Ende schaffen es aber nur rund 70 Männer aus dem Lager Stalag Luft III zu entkommen. Viele werden auch auf ihrem Weg in Richtung Grenze erwischt. Das Epos, das für den Oscar nominiert war, hat auch heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Wird das Spiel dem filmischen Meisterwerk gerecht? Der Frage gehen wir im Laufe dieses Artikels auf den Grund.

Darum geht's
Sie schlüpfen in die Rolle diverser alliierter Kriegsgefangener. Aus der Verfolgerperspektive steuern Sie ihre Spielfigur durch Szenarien wie Flugplätze, Gefangenenlager oder zerbombte Dörfer. Das sieht nicht nur abwechslungsreich aus, sondern spielt sich auch sehr kurzweilig. Mal schleicht man durch ein Lager, weicht den Lichtkegeln der Suchschweinwerfer aus und mogelt sich an Wachposten vorbei. Dann wiederum befreien Sie französische Freiheitskämpfer aus den Klauen der Wehrmacht und ballern sich durch ein sturmtruppenverseuchtes Dorf. Selbst Steve Mc Queens berühmte Motorrad-Hatz aus dem Film dürfen Sie nachspielen. Nicht abwechslungsreich genug? Wie wär's dann mit einem waschechten Luftkampf, der Sie direkt ins Bordgeschütz eines Kriegs-Fliegers verfrachtet? Eines ist also klar: Langweilig wird es dem Spieler definitiv nicht.

Aus Fehlern gelernt
Am ehesten lässt sich TGE mit Prisoner of War vergleichen. Der Codemasters-Titel bot ja dieselbe Thematik. Einige der Entwickler waren sogar an beiden Titeln beteiligt, wie Sie auch unserem Interview auf Seite XXX entnehmen dürfen. Doch im Endeffekt könnten die Spiele verschiedener nicht sein. Der größte Unterschied ist die Tatsache, dass Sie jetzt auch selbst zur Waffe greifen können und nicht nur die Rolle des Gejagten übernehmen. Dadurch ergeben sich natürlich mannigfaltigere Möglichkeiten, was die Spielmechanik betrifft. Bei TGE müssen Sie nicht ständig nur an fiesen Nazis vorbeischleichen und sind ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Im unbewaffneten Zustand haben Sie die Möglichkeit, mit ihren Fäusten zuzuschlagen oder virtuelle Wachposten dezent von hinten mit einem Würgegriff außer Gefecht zu setzen. Den Körper sollten Sie dann am besten verstecken.

Mit Schuss
Hin und wieder dürfen Sie Schießprügel aufsammeln. Mal ist es lediglich eine Pistole, ein anderes Mal ein schmuckes Maschinengewehr. Mit einem Klick auf den rechten Mausbutton wechseln Sie in die Ego-Perspektive, die das Zielen erleichtert. Wobei der Begriff "Zielen" relativ ist. Denn selten fliegt eine Kugel genau dorthin, wo sich das Fadenkreuz befindet. Das liegt wohl daran, dass die Macher die "Streuung" der alten Waffen simulieren wollte. Nervig ist es trotzdem, weil die Munition knapp bemessen ist und es zur Glückssache wird, Gegner genau zu treffen. Doof ist auch, dass Sie sich in der Ego-Ansicht nicht bewegen dürfen, da die Software sonst sofort wieder in die Verfolgerperspektive wechselt. Bei dieser wird das Ziel aber dummerweise meist von der eigenen Spielfigur verdeckt. Also ballert der PC-Besitzer meist aus der Ego-Perspektive, rührt sich nicht vom Fleck und wird so zur leichten Beute für die Gegner.