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Rome: Total War (PC)

Release:
30.09.2004
Genre:
Strategie
Publisher:
k.A.

Rome: Total War

11.10.2004 11:46 Uhr
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Rome: Total War [Quelle: ] Despotische Herrscher wie Sie wollen im-mer den totalen Krieg. Klar also, dass Sie sich in Creative Assemblys Rome: Total War zwischen 329 v. Chr. und 14 n. Chr. das Römische Reich unter den Nagel reißen wollen. Also schicken Sie gewaltige Armeen in den Kampf und lassen ordentlich den Julius raushängen. Nein, nicht was Sie jetzt wieder denken! Sie schlüpfen in die Rolle des Oberhaupts eines von drei römischen Häusern, den Juliern, Bruti oder Scipionen. Nach dem informativen Muss-Tutorial, in dem Sie eine sexy Schnitte namens Victoria ins Spiel einführt, halten Sie Ihre schützende und herrschsüchtige Hand über ein paar kleine Ländereien. Hier fällt der erste Unterschied zum Vorgänger Medieval: Total War auf: Die zoombare Landkarte erstrahlt erfreulicherweise komplett in 3D, mit Bergen, Flussläufen und Wäldern. Aus dieser Sicht schicken Sie Ihre Kohorten in andere Regionen oder bauen die eigenen Städte aus. Ein weiterer Unterschied wird deutlich, sobald Sie die erste Truppe ziehen. Ihre Legionen latschen nämlich punktgenau dorthin, wo Sie hingeklickt haben und nicht mehr wie beim Brettspiel Risiko einfach mitten ins Land. Eine bestimmte Zahl Bewegungspunkte gibt dabei an, wie weit sich die Kämpfer bewegen können. Reiter galoppieren weiter als schnödes Fußvolk und Belagerungs-maschinen halten Ihre Hei-ner genauso auf wie Altersheim-Insassen beim Gassi gehen.

Kuppelei und Familienbande
Am bewährten Rundenprinzip hat sich dagegen nichts geändert. Ein Zug dauert im Spiel ein halbes Jahr. Dadurch teilen sich die Jahreszeiten in Sommer und Winter auf, was sich auf die Schlachten auswirkt. Doch bevor Sie an so etwas denken, benötigen Sie eine schlagkräftige Armee. In Städten bilden Sie Soldaten aus, vorausgesetzt, es befindet sich dort ein Statthalter. Die nützlichen Kerle rekrutieren Sie genau wie Kommandanten aus der eigenen Familie. Deswegen lohnt es sich, Töchter schnellstmöglich an den Mann zu bringen und den damit gewonnenen Schwiegersohn gleich einzuspannen. Die leiblichen und adoptierten Söhne verheizen Sie ebenfalls sofort. Denn je mehr Städte unter der Fuchtel eines Statthalters stehen, desto mehr Soldaten lassen sich aus-bilden. Außerdem sorgen die Anführer dafür, dass in er-oberten Ortschaften keine Rebel-lionen ausbrechen, denn die Bevölkerung wollte sich damals frecherweise einfach nicht mit ihrer Knechtschaft abfinden. Aber aufgepasst: Achten Sie auf die Eigenschaften Ihrer Familienmitglieder und geben Sie ihnen den Job, der den Kerlen am besten zu Gesicht steht. Wenn Sie eine Armee zusammenstellen, fällt auf, dass Sie nicht wie im Vorgänger mehrere Truppen auf einmal ausbilden können, sondern pro Runde und Stadt nur eine. Dafür jedoch heilen Sie die Wehwehchen der Simul ... äh ... Verwundeten und statten Legionen mit besseren Waffen aus. Dazu erstellen Sie entsprechende Gebäude wie Schmiede und Rüstungsbauer. Steht endlich eine Legion unter Ihrem Befehl, schicken Sie diese in die Schlacht, die der Senat für Sie vorgesehen hat. Die Blödmänner in Rom spannen Sie natürlich oft für die Drecksarbeit ein. Die Aufträge sind jedoch nicht sonderlich abwechslungsreich und drehen sich nur darum, eine Stadt zu erobern, einen Hafen zu blockieren oder einen Diplomaten loszuschicken. Wahrscheinlich hatten die Römer deswegen so viel Zeit, sich von vollbusigen Damen mit Trauben füttern zu lassen.