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Oni (PC)

Release:
01.03.2001
Genre:
Action
Publisher:
Take-Two Interactive
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Eine Frau wie ein Wirbelwind

28.03.2001 17:51 Uhr
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Knack, knack! Konoko dreht im Sprung am Hals des Gegners. Knack, knack! Konoko dreht im Sprung am Hals des Gegners. [Quelle: ] Konoko kämpft im Jahr 2032 gegen das organisierte Verbrechen. Mit fast allem, was sie hat: Geballte Fäuste, flinke Füße und todbringende Waffen sollen dem so genannten Syndikat ein unschönes Leben bescheren. Der Spieler steuert die Amazone aus der Verfolgerperspektive und kann boxen, ballern, kicken, springen, Salti schlagen, rutschen, seitlich wegrollen und mehr. Spezialbewegungen entstehen, indem Sie Tastenkombinationen drücken. Derlei Sonderattacken lernt die Kampftussi allerdings erst mit der Zeit. Frau "Kunterbunt" präsentiert sich als perfekte Animierdame, will heißen: Ihre geschmeidig-weichen Bewegungsabläufe lassen selbst schwarze Katzen vor Neid erblassen. Das gilt auch für die fantasievoll farbenprächtigen Gegner. Andererseits wären da die eintönigen Oberflächenstrukturen der Umgebungsgrafik zu erwähnen, die auf einer Freude-Skala nur knapp über dem Wert liegt, den vermutlich eine Beerdigung liefert. Zudem werden wegen eines Grafikfehlers immer wieder Wände durchsichtig.
Ohrenspülung
Der Sound hat ebenfalls Höhen und Tiefen. Während sich die Musik prima dem Geschehen anpasst und beispielsweise ein fröhliches Wirbelknirschen etwas über den medizinischen Zustand eines Gegners verrät, müssen wir uns wegen einiger Sprachaufnahmen warm anziehen, um nicht zu frösteln. Setzt Konoko zum Spezialschlag "Teufelswirbel" an, keift sie dieses Wort lautstark krächzend hinaus und erinnert dabei an die Hexe aus "Hänsel und Gretel". Ganz zu schweigen von den Gegnern, die attackieren, während sie schnarchig "Kanonenkugel" durch die Lippen säuseln. So würde wohl eine Valium-Tablette sprechen, wenn sie einen Mund hätte.
Design-Pannen
Vielleicht hätten die Entwickler einen Volkshochschulkurs "Benutzerfreundliches Programmieren" belegen sollen: Der Spieler darf nicht speichern, wann er will. Jedes der 14 Szenarien (Lagerhäuser, Bank, Labors, Flughafen, Häuserdächer, Fabriken etc.) ist in vier Abschnitte unterteilt. Wenn Sie einen bestimmten Punkt erreichen, sichert das Spiel von selbst. Glücklicherweise sind die Abschnitte nicht allzu groß. Wer die Tastaturbelegung für die Steuerung ändern möchte, muss die Datei "key_config.txt" umständlich editieren.Linear = gut?
Die Stärken von Oni liegen in der Action. Sein Level-Design wirkt uninspiriert. Das liegt nicht am linearen Aufbau, sondern am Ideenmangel. Der Spieler folgt dem (übrigens genialen) Kompass, drückt ab und zu einen Schalter und ist alles andere als überrascht, dass sich mal wieder eine verschlossene Tür öffnet. Die interessante Story wird durch Gespräche und zahlreiche gute Zwischensequenzen in der Spielegrafik weitergesponnen. Der Konsument sollte allerdings die Anime-Optik und überzogenen Dialoge mögen. "Die Bioanalyse ergibt, dass der Wirt in unmittelbarer Nähe zur SLD ist. Der Xiox-Zerstörmechanismus wird geladen." Aha "

   
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Oni (PC)
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