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Midnight Club 2 (PC)

Release:
25.07.2003
Genre:
Rennspiel
Publisher:
Take-Two Interactive
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Nachts sind alle Karren grau

22.08.2003 11:30 Uhr
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Rasante Verfolgungsjagden inklusive spektakuläre Unfälle sind bei Midnight Club 2 an der Tagesordnung. Rasante Verfolgungsjagden inklusive spektakuläre Unfälle sind bei Midnight Club 2 an der Tagesordnung. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wer mitten in der Nacht wider allen Verkehrsregeln mit 180 Sachen durch die Innenstadt düst und sich dabei womöglich noch mit anderen Wahnsinnigen wilde Verfolgungsjagden liefert, dürfte seinen Führerschein ziemlich schnell los sein. Der Konsolen-Raser Midnight Club 2 hat diesen illegalen Zeitvertrieb zum Thema gemacht und lädt nun auch PC-Spieler zum munteren Verkehrsündigen ohne Reue ein. In den drei originalgetreu nachgebildeten Metropolen Los Angeles, Paris und Tokio treten Sie mit 28 aufgemotzten Superboliden zu verbotenen Straßenrennen an. Sie machen Spritztouren zum Kennenlernen der riesigen Städte, bestreiten klassische Rundenrennen oder liefern sich spektakuläre "Autoschlachten". Neben dem kurzweiligen Capture the Flag gibt es einen neuartigen Explosions-Modus, bei dem Sie die Computer-Gegner mit Sprengladungen in die Luft jagen müssen. Lustig!

Langsam kommen lassen!

Zu Spielbeginn verfügen Sie über ein einziges Auto. Außerdem dürfen Sie zunächst nur über die Straßen von Los Angeles kacheln. Mehr Fahrzeuge, Extras wie Windschattenturbo oder Burnout und natürlich die beiden anderen Städte müssen erst im Karrieremodus freigeschaltet werden. Hier warten knapp 80 Missionen, die mit fortschreitender Spieldauer immer schwieriger werden. Neben stinknormalen Rennen gegen bis zu acht Konkurrenten warten auch Verfolgungsjagden und Zeitrennen auf Sie. Das sorgt für Abwechslung, ist aber auch nicht ohne: Nur der Erstplatzierte kommt nämlich weiter. Nach allen zwei bis drei Missionen gibt's dann die genannten Belohnungen.

Fahr, fahr away!

Die Crux an der Sache: Aufgrund völliger Bewegungsfreiheit in den Städten kommt man oftmals sehr leicht von der Strecke ab und verfährt sich übelst - speziell der Highway rund um L.A. hat's diesbezüglich in sich. Das Pfeilsystem, das Ihnen den Weg weisen soll, ist nicht immer eine große Hilfe. Oftmals zeigt es den bevorstehenden Richtungswechsel zu spät, so dass Sie leicht mal eine Ausfahrt verpassen. Hinzu kommt, dass einem die Computergegner selbst kleinste Fahrfehler kaum verzeihen. Wer sein Vehikel einmal gegen eine Hauswand setzt oder die falsche Abfahrt wählt, hat schon so gut wie verloren. Und da die künstliche Intelligenz der CPU-Konkurrenz recht ordentlich ist, kommt es speziell im weiteren Spielverlauf des Öfteren vor, dass Sie ein Rennen 20 bis 30 Mal starten müssen, bis Sie endlich weiterkommen - was nicht unbedingt jedermanns Sache sein dürfte.

Geister-Fahrer!

Die Grafik von Midnight Club 2 erinnert an die von Vice City. Da jedoch nur nachts oder bestenfalls bei Dämmerung gefahren wird, kommt der eher düstere Look etwas altbacken rüber. Zwar macht es eine Menge Laune, über die Hollywood-Hügel, den Sunset Boulevard oder die Champs Elysées zu heizen, doch hätte die Umgebungsgrafik gerne noch einen Tick hübscher ausfallen dürfen. Gleiches gilt für die Fantasie-Autos. Zwar sind nachts alle Katzen grau, doch eine etwas detailliertere und flottere Optik hätte bestimmt nicht geschadet. Schade auch, dass es keine Cockpit-Perspektive gibt. Immerhin verfügen alle PS-Schleudern über ein ansehnliches Schadensmodell. Außerdem ist es den Entwicklern gelungen, den Städten das GTA-typische Leben einzuhauchen. Ausreichend Gegenverkehr und bemitleidenswerte Pixel-Fußgänger sorgen für Abwechslung im sonst eher sterilen Stadtbild. Außer vor Ihren Kontrahenten müssen Sie sich vor der Polente in Acht nehmen. Zu wilde Fahrer werden bereits aus der Luft vom Scheinwerferkegel der Polizei-Hubschrauber markiert und sind dann von den motorisierten Kollegen am Boden noch leichter auszumachen - da hilft dann nur noch die Flucht. Bei einer Verhaftung ist die Mission nämlich verloren