Die Verbesserungen im Detail
Schon der Vorgänger Rome:Total War erzielte bei uns Bestnoten. Entwickler Creative Assembly hat für Medieval 2 noch einige Schönheitsfehler des Vorgängers wegpoliert sowie das Spielprinzip weiter verbessert.
Interessantes Detail der insgesamt stark verbesserten Optik: Trotz der immens großen Kämpferanzahl gleicht nun nicht mehr ein Ritter dem anderen bis aufs Haar: Dank einer großen Menge Helm-, Schild-, Rüstungs- und Gesichts-Texturen gibt es die unterschiedlichsten Figürchen.
Tatsächlich hat die künstliche Intelligenz merklich dazugelernt, verteidigt Mauern nun effektiver und greift beherzt an. Totalausfälle wie sie beispielsweise bei den Brückenszenarien auftraten, sind nun wesentlich seltener, wenngleich sich zwischenzeitlich mal eine Einheiten ohne Gegenwehr von Bogenschützen niedermachen lässt.
Sowohl in Burgen als auch in Städten können Sie jetzt mehr als eine Einheit pro Runde rekrutieren. Das beschleunigt das Spieltempo deutlich.
Städte und Burgen machen wirklich einen Unterschied: Städte lassen sich nur schwer verteidigen, erzeugen aber mehr Steuern und Handelseinnahmen. Burgen sind dicke Festungen, die hochwertige Truppen produzieren, aber nur wenig Gold erwirtschaften.
Religion spielt wie im Rome-Add-on Barbarian Invasion eine wichtige Rolle. Priester, Bischöfe und Imame bekehren die Bevölkerung, Hexen und Ketzer sorgen für Aufstände, Inquisitoren für öffentliche Verbrennungen.
Auch der Papst mischt kräftig mit. Er sendet Inquisitoren in Länder, die nicht in seiner Gunst stehen, ruft Kreuzzüge aus und droht mit Exkommunikation, wenn man nicht spurt. Ein Glück, dass er bestechlich ist.
Gilden sorgen für mehr Spieltiefe: Da immer nur eine Gilde pro Stadt oder Burg zulässig ist, muss man sich genau überlegen, welche man wo ansiedelt. Zudem besitzen Burgen andere Gildenhäuser als Städte, beispielsweise die Schwertschmiedegilde, die dort ausgebildeten Truppen bessere Waffen anfertigt.
Im späteren Spielverlauf entdecken und erobern Sie wie Kolumbus Mittel- und Südamerika. Und nehmen den Azteken Gold ab.
