Infernal
Heiße Frauen, der Satan, furchtlose Untertanen, eine Menge Waffen: Willkommen im infernalischen Action-Adventure von Eidos.
In dieser Zwischensequenz schließen Sie den Pakt mit Lucius Black. Sie bekommen Superkräfte und dienen dafür fortan der Höllenarmee.
Im Leben eines Mannes gibt es Momente, in denen er sich entscheiden muss - für Gut oder Böse, Seitensprung oder Monogamie, Schalke oder doch lieber einen echten Fußballverein. Ryan Lennox sieht sich mit solch einem Gewissenskonflikt konfrontiert: Der gute Junge wurde aus dem Himmel verbannt und fristet nun ein Dasein als gefallener Engel in Menschengestalt.
Doch nicht nur er hat mit dem Himmel seine Probleme: Die Gotteskrieger von Etherlight töten einen Höllenagenten nach dem anderen. Strenggläubige Leser halten sich nun die Augen zu: Ryan bekommt das teuflische Angebot, infernale, also höllische Kräfte zu nutzen und dem lieben Gott samt seiner Gefährten für knapp zehn Spielstunden und fünf Missionen in den heiligen Hintern zu treten.
Zauberei?
Eine Ihrer Fertigkeiten erlaubt es Ihnen, Gegner nach Gegenständen und Lebensenergie zu durchsuchen
Gleich nach der verwirrenden Introsequenz, bei der man Sie in einen Hinterhalt lockt, der Lockvogel Ihnen jedoch zur Flucht verhilft, schlüpfen Sie in die Haut von Ryan und steuern den sympathischen Burschen aus der Verfolgerperspektive. Zu Beginn wehren Sie sich gegen anstürmende Etherlight-Gruppierungen, vertrauen dabei aber noch auf pure Waffengewalt und nicht auf diabolische Hilfen. Erst nachdem Sie die Falle verlassen und dem Tod entkommen konnten, bekommen Sie die Fähigkeiten von Lucius Black, dem Anführer von Abyss.
Um diese Kräfte nutzen zu können, brauchen Sie Mana: böses Mana. Für jede Aktion, die Ihnen zur Verfügung steht, bedienen Sie sich an Ihrem Vorrat. Ist die Reserve aufgebraucht, erledigen Sie Widersacher, um Mana zu regenerieren und erneut auf Ihre Fertigkeiten zugreifen zu können. Eine weitere Möglichkeit der Managewinnung: Sie suchen dunkle und böse Orte auf. Dort füllt sich Ihr Vorrat wie von Geisterhand. Himmlische Orte wie Kirchen und Kapellen, deren Kraft von heiligem Licht kommt, sollten Sie meiden wie der Teufel das Weihwasser: An diesen Orten verlieren Sie automatisch an Mana und stehen starken Feinden somit schutzlos gegenüber.
Teuflisches Saugen!
In den Etherlight-Labors gehen seltsame Dinge vor sich. Experimente an Menschen?
Chauvinisten aller Länder sind sich einig: Säfte absaugen ist Frauensache. Nicht ganz richtig, auch Lennox kann das - und zwar von erledigten Gegnern. Dafür stellt er sich über sie, legt ihnen die Hand auf und der kostbare Lebenssaft und Mana-Energie fließen. Zudem finden sich so Schlüssel, Munition oder Waffen. Entschärft für Deutschland: Am Boden liegende Gegner können nicht mehr beschossen werden.
Mit der Höllensicht erkennen Sie in den Spielabschnitten verteilte Mana- und Lebensenergiequellen oder versteckte, auf Wände geschriebene Geheimcodes. Teleportation ermöglicht es Ihnen, für wenige Sekunden an einem anderen Ort aufzutauchen und dort Schalter, Türen und ähnliches Gelöt zu betätigen - auf diesem Weg greifen Sie zudem hinterrücks Gegner wie die Flammenwerferbrigade an. Eine weitere nützliche und witzig animierte Fertigkeit ist die Telekinese: Mit ihr lassen sich Gegenstände und Gegner in die Luft heben und auf den Boden knallen. Hauptzauber ist allerdings der Höllenangriff. Mit der linken Maustaste attackieren Sie die Diener Gottes, mit gedrückter rechter Maustaste aber zünden Sie infernales Feuer unter deren Hintern! Zwischen- und Endbosse lassen sich oftmals nur auf diese Weise ausschalten.
