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Imperial Glory (PC)

Release:
31.05.2005
Genre:
Strategie
Publisher:
Eidos

Imperial Glory

17.05.2005 11:28 Uhr
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Imperial Glory [Quelle: ] Als Alexander der Große, Caesar, Napoleon oder Hitler sich Europa unter den Nagel reißen wollten, ahnten sie nicht, dass das auch ohne den totalen Krieg geht. Sie dagegen brauchen nicht unbedingt Rome: Total War, um unseren Kontinent auf Trab zu halten. Denn Imperial Glory eröffnet Ihnen sogar friedliche Wege zur Machtergreifung.

FEINDLICHE ÜBERNAHME
Dabei waren Österreicher, Preußen, Franzosen, Russen und Briten nicht gerade Friedensnobelpreisträger. Kein Wunder, die Auszeichnung gab es anno 1789 auch noch nicht. Vielleicht deswegen haute jede Nation den Nachbarn auf die Rübe, um möglichst viele Ländereien an das eigene Reich zu knüpfen. Genau das ist Ihr Ziel in Imperial Glory: Vereinen Sie Europa unter der Flagge einer der fünf genannten Nationalitäten. Das Prinzip ist bereits vom Brettspiel Risiko bekannt.

Eine Länderkarte gewährt Ihnen Übersicht über Ihre Provinzen. Hier treiben Sie Ihre dunklen Machenschaften, schmieden Kriegspläne und kümmern sich um finanzielle Angelegenheiten. Gibt es in jedem Spiel, sagen Sie? Richtig, aber kaum so durchdacht und ausbalanciert wie in Imperial Glory. Beispiel Wirtschaftssystem: Zogen Sie im alten Rome Ihre Kasernen und Märkte ausschließlich auf eigenem Territorium hoch, setzen Sie hier Handelskontore oder Botschaften direkt in die Hauptstädte der Konkurrenz. Ein Fortschrittsbalken informiert Sie stets über Ihren Einfluss im Nachbarstaat. Steigt Ihre Präsenz auf 100 Prozent, gliedert sich das Land friedlich in Ihr bestehendes Reich ein. Auf lange Sicht unabdingbar, bedenkt man, dass zum Beispiel der Ausbau der Infrastruktur einer fremden Hauptstadt Ihnen pro Runde einen halben Sympathiepunkt einbringt. Einige Jahre später - pro Runde vergeht ein Monat - rechnen Sie mit territorialem Nachwuchs. Und das vollkommen unblutig. Genial!

STAAT MACHT’S!
Freizeit-Diktatoren und Hobby-Demokraten lernen alle Vor- und Nachteile der Politik schätzen. Denn die gewählte Regierungsform beeinflusst nachhaltig Ihren Fortschritt. Mit der Einführung von Wehrpflicht unter Tyrannei eines Alleinherrschers sinken die Kosten fürs Militär um 50 Prozent. Eine Republik dagegen überrascht ihre Bürger mit Einkommensteuer und ist fortan bis 15.000 Goldstücke im Minus wirtschaftsfähig. Nicht selten bringt Fortschritt auch eine der 16, an historische Ereignisse angelehnte, Aufgaben ans Licht.

Unterstützen Sie etwa Simon Bolivar bei seiner Befreiungstour durch Südamerika, kassieren Ihre Generäle Beförderungen, Ihre Kasernen füllen sich automatisch. Führen Sie dagegen eine medizinische Revolution durch, sorgt sich in jeder Provinz ein Krankenhaus um die Bevölkerung. Hier gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. So waren die Franzosen in unserem Test bei der Agrarreform schneller - und genossen ein Jahr lang kostenlose Baguettes, während wir weiterhin für Nahrungsmittel blechten. Auch bei Eroberungen glänzte die Künstliche Intelligenz mit ausgefeilter Taktik. So bezahlte uns Russland fürs Durchmarschrecht, spazierte durch unsere Provinz und eroberte Spanien. Als wir dann unsere Truppen gen Süden entsandten, erklärte uns der Iwan kurzerhand den Krieg und nahm das Land von zwei Seiten in die Zange. Da schauten wir dumm aus der Wäsche!

KRIEG DICH EIN!
Okay, manchmal müssen auch hier die Kanonen sprechen. Dann wechselt Imperial Glory in den Schlacht-Modus. Hier befehligen Sie Ihre Armeen höchstpersönlich. Wenn nett animierte, dreidimensionale Musketiere, Grenadiere und Husaren in die Gegnermasse stürzen, kracht’s und raucht’s an jeder Ecke. Pyro Studios setzte die Massenkarambolagen opulent in Szene. Die Kavallerie wirbelt Staubpartikel auf, Rauch der Musketen verdeckt mehrere Sekunden lang die Sicht und die Kanonenkugeln zerreißen eindrucksvoll die Schiffssegel.

Nein, Sie haben sich nicht verlesen: Während Sie die Seekämpfe in Rome schmerzlichst vermissten, trauern Sie in Imperial Glory höchstens Ihrer verlorenen Flotte nach. Da aber die Steuerung leicht von der Hand geht, kapern selbst Badewannen-Taucher gegnerische Fregatten. Zu Lande wie auf dem Wasser wird die hohe Künstliche Intelligenz Ihren Ansprüchen gerecht. Der Gegner greift öfter von mehreren Seiten an, macht taktische Rückzüge, verschanzt sich in Gebäuden und Wäldern. Wem das an Taktik nicht reicht, der tritt gegen drei befreundete Generäle im Internet oder Netzwerk an - Seeschlachten sind hier ebenfalls spielbar. Da erbleicht jeder römische Senator vor Neid - und wir geben reumütig zu: Ja, Imperial Glory ist besser geworden, als wir zunächst dachten. Viel besser!
(Alexander Frank)

   
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