Dungeon Siege 3 im Test: Stimmungsvolle Dungeon-Hatz - Obsidian krempelt die RPG-Reihe um
Dungeon Siege 3 im Test: Dieser fette Mops muss sich unserer Magie-Macht geschlagen geben.
Dungeon Siege 3 im Test! Wenn man über Dungeon Siege 3 spricht, muss man eines vorneweg klären: Der dritte Teil unterscheidet sich sehr stark von Dungeon Siege 1 & 2. Bis auf die gleiche Spielwelt und zahlreiche Referenzen auf wichtige Figuren oder Storyhintergründe hat der dritte Teil sogar fast gar nichts mehr mit den Action-RPGs von Gas Powered Games gemein. Die vierköpfige Heldenparty weicht einem Duo aus Spielfigur und Begleiter.
Es gibt kein "Learning by Doing mehr". Stattdessen wählt ihr eingangs einen von vier verschiedenen Helden aus. Heil- und Manatränke wurden durch passive Heilungsfähigkeiten und Orbs ersetzt, die von Gegnern fallen gelassen werden und bei Kontakt die Lebens- und Energiepunkte wieder auffüllen. Die Handlung rückt weiter in den Vordergrund und das Kampfsystem wurde komplett umgekrempelt. Fans der ursprünglichen Teile sollten sich daher lieber zunächst die Demo ansehen, um eine Überraschung zu vermeiden.
Das hat uns an Dungeon Siege 3 gefallen:
Die flotten, taktischen Kämpfe
Wo man zuvor seinem Heldentrupp beim Kämpfen eigentlich nur über die Schulter sah und lediglich Heiltränke einwerfen musste, verlangen euch die Kämpfe nun mehr Denk- und Klickleistung ab. Das Repertoire eures Helden umfasst neben gewöhnlichen Attacken auch Fähigkeiten, Spezialangriffe und drei verschiedene Kampfhaltungen. Die eingenommene Kampfhaltung entscheidet maßgeblich über das Spielgefühl und bestimmt die nutzbaren Fähigkeiten des Charakters. Die Musketenschützin Katarina wechselt beispielsweise zwischen einer starken, aber langsamen Flinte, zwei Pistolen mit kurzer Reichweite und einer Verteidigungshaltung, über die jeder Held verfügt.
Die Skills verbrauchen bei Einsatz Fokusenergie, die ihrerseits durch Treffer mit gewöhnlichen Angriffen aufgefrischt wird. Spezialattacken und Defensivfähigkeiten greifen wiederum auf Energiesphären zurück, die ihr durch den Einsatz von Angriffsfähigkeiten aufladet. Ihr seht schon: Es entsteht ein dynamischer Kreislauf. Darüber hinaus agieren die Gegner auch grundsätzlich unterschiedlich. Die mächtigen Zyklopen stürmen mit ihrem Hammer auf euch zu und werfen die Spielfigur mit ihren gewaltigen Schlägen teilweise sogar zu Boden. Schurken hingegen bewegen sich sehr agil, greifen gezielt an und gewinnen danach sofort wieder Abstand, um Gegentreffer zu vermeiden. Ihr müsst euch also stets an die Gegner anpassen und die effektivsten Fähigkeiten verwenden, um eine frühzeitige Bekanntschaft mit dem Dungeonboden zu vermeiden. Wird euer Held indes doch einmal besiegt, kann er vom Begleiter jederzeit wiederbelebt werden du umgekehrt.
Die verschiedenen Helden
Ähnlich wie in Diablo wählt ihr in Dungeon Siege 3 zu Beginn einen von vier unterschiedlichen Helden aus. Schwertkämpfer Lucas, Schützin Katharina, Erfinder Reinhart und Anjali, die eine Mischung auf Feuerwesen und Speerkämpferin ist. Jeder der Helden hat seine ganz eigenen Waffen und Rüstungsgegenstände. Außerdem spielen sich die vier Recken angenehm unterschiedlich und bieten für jeden Geschmack etwas.
Die Charakterentwicklung
Wer kennt es nicht, dieses schöne Gefühl, wenn sich der Erfahrungsbalken des Helden endgültig füllt und der Schriftzug "Level up" den Bildschirm ziert? In Dungeon Siege 3 ermöglicht der im Genre schon zum Ritual gewordene Stufenaufstieg die Wahl neuer Fähigkeiten und deren Verbesserung durch Fertigkeiten. Jeder Held erlernt im Laufe der Geschichte bis zu neun Fähigkeiten, die er wiederum mit Fertigkeitspunkten verbessern kann. Der Clou: Die Skills können auf zwei unterschiedliche Arten verbessert werden, allerdings insgesamt nur fünf Mal. So verpasst ihr einer Attacke beispielsweise entweder mehr Flächenwirkung oder erhöht deren Schaden. Ihr müsst euch also entscheiden. Dazu kommen noch zehn passive Talente pro Held, die sich ebenfalls um fünf Ränge steigern lassen. So könnt ihr euren Schützling ganz eurer Vorliebe nach anpassen. Ein paar mehr Skills wären zwar schön gewesen, allerdings hatten wir aber nie das Gefühl, dass für die jeweilige Situation ein geeigneter Skill fehlt.
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