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Delta Force: Black Hawk Down - Team Sabre (PC)

Release:
13.02.2004
Genre:
Action
Publisher:
Electronic Arts
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Zu tief ins Gras geschaut

09.03.2004 11:38 Uhr
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>>Am Boden: die Borg.<< >>Am Boden: die Borg.<< [Quelle: Siehe Bildergalerie] Novalogics Actionkracher Black Hawk Down geht in die Verlängerung. Nein, es ist nicht schon wieder ein Hubschrauber über Mogadischu abgeschmiert. Vielmehr verschlägt es Sie und Ihre Delta-Force-Einheit in den kolumbianischen Dschungel, wo Sie einen fiesen Drogenbaron entmachten sollen. Anschließend schlüpfen Sie in die Rolle eines britischen SAS-Soldaten und bewachen Ölfelder im Iran. Team Sabre wurde im Gegensatz zum Hauptprogramm nicht von Novalogic, sondern von Ritual Entertainment (F.A.K.K. 2, Elite Force 2) programmiert. Und das merkt man der Erweiterung deutlich an. So vermissen Sie in Team Sabre genau das, was seit 1998 die Delta Force-Serie auszeichnet: die Bewegungsfreiheit.

Geh in die Falle!
Nehmen wir mal an, vor Ihnen liegt ein Canyon. Ihnen ist klar: Wenn Sie da durchgehen, geraten Sie in einen Hinterhalt. Jeder gute Soldat schlägt einen alternativen Weg ein und fällt dem Gegner in den Rücken. In Team Sabre funktioniert das nicht. Hier laufen Sie dem Feind direkt ins offene Messer. Denn wenn Sie vom "rechten" Pfad abkommen, werden Sie mit den Worten "Sie verlassen das Einsatzgebiet!" verwarnt. Drehen Sie nicht unverzüglich um, ist der Auftrag verloren. Trotzdem ist es uns in der Dschungelmission "Attempted Arrest" gelungen, ohne Abmahnung ein paar Wegpunkte zu überspringen. Mit fatalen Folgen. Nachdem wir eine Brücke überquert hatten, lautete unser Befehl, diese zu zerstören. Gesagt, getan. Kurz darauf landete unser Hubschrauber, um einen verletzten Piloten auszufliegen. Dummerweise wären wir diesem Typen nur begegnet, wenn wir alle Wegmarken abgeklappert hätten. Was nun nicht mehr möglich war, denn die einzige Verbindung über die Schlucht war ja in Rauch aufgegangen. Toll, was? Das ist übrigens nicht der einzige Programmfehler in Team Sabre. In derselben Mission ließ uns ein weiterer "Schnitzer" verzweifeln. Kaum lugte unser Charakter über eine Anhöhe, verschönerte eine Rakete sein Antlitz. Woher kam das Ding? Von einem 400 Meter entfernten Wachturm, den wir leider aufgrund mangelnder Sichtweite noch gar nicht sehen konnten. Und selbst wenn das theoretisch möglich gewesen wäre, hätten uns zig Bäume die Sicht
versperrt. Argh!

Dumm und dümmer
Ansonsten gibt es an den Missionen wenig zu meckern. Die Einsätze sind abwechslungsreich und sehr spannend in Szene gesetzt. Sie nehmen ein Lager aus der Luft unter Beschuss, heizen im Hummer durch die Wüste oder sprengen nachts Drogenlieferungen. Besonders herausfordernd ist das Ganze aber nicht. Denn Ritual hat die künstliche Intelligenz unverändert aus Black Hawk Down übernommen. Während manche Gegner überhaupt nicht auf Sie reagieren, eröffnen andere das Feuer, obwohl Sie bei absoluter Finsternis perfekt getarnt im hüfthohen Gras kauern. Treffer stecken Sie übrigens eher selten ein. Selbst auf zwei Meter Entfernung ballert der Computer fast immer daneben. Dasselbe gilt dummerweise auch für Ihre
Teamkollegen. Deren Bauernschläue müssen Sie glücklicherweise eher selten ertragen. Meistens bleiben Ihre Kameraden bis zum Missionsende an irgendwelchen Häuserkanten hängen. Großes Lob verdient dafür die Grafik. Ritual Entertainment hat sich bei der Gestaltung der Schauplätze sehr viel Mühe gegeben. Vor allem die Optik der Kolumbien-Kampagne begeistert. Sie haben beinahe das Gefühl, persönlich durch die grüne Hölle zu pirschen. Einzig und allein die detailarmen Gegner geben Anlass zur Kritik. Wobei - irgendwie passt deren zombiehaftes Äußeres zur nicht vorhandenen KI.

Delta Force: Black Hawk Down - Team Sabre (PC)
Spielspaß-Wertung

71 %
Leserwertung
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